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Agadir auf eigene Faust: Die besten Ausflugsziele mit dem Mietwagen beim Kreuzfahrt-Landgang

Agadir · 05.08.2026

Agadir Landgang: Ausflugsziele mit dem Mietwagen

Agadir auf eigene Faust: Die besten Ausflugsziele mit dem Mietwagen beim Kreuzfahrt-Landgang

Agadir hat einen Ruf, der ihm nicht ganz gerecht wird. Viele denken: langer Sandstrand, Hotelmeile, Sonnenanbeter. Stimmt, das gibt es alles. Aber wenn dein Schiff hier anlegt, hast du die Chance auf deutlich mehr. Mit einem Mietwagen erreichst du Nationalparks mit Flamingos, eine fast touristenfreie Berberstadt und Küstenabschnitte, an denen keine einzige Liege steht. Du musst nur wissen, wo du hinsteuerst.

Das solltest du direkt am Anfang wissen

Der Hafen von Agadir liegt am südlichen Ende der Bucht, direkt neben dem Fischereihafen. Vom Terminal bis in die Stadt sind es etwa fünf bis zehn Minuten mit dem Auto. Mietwagenstationen gibt es sowohl direkt am Hafen als auch in der Innenstadt; wer über CruiseCars bucht, holt das Fahrzeug direkt am Hafenterminal ab und verliert keine wertvolle Zeit mit Transfers oder Wartelisten.

Ein paar Dinge zu Marokko, die du vorher checken solltest:

Ein ehrlicher Hinweis zum Verkehr: In Agadir selbst ist es eigentlich entspannt. Auf dem Land gilt: Mopeds kommen aus jeder Richtung, Esel manchmal auch. Einfach ruhig bleiben und nicht hupen wie wild. Das kommt nicht gut an.

Route 1: Souss-Massa-Nationalpark (ca. 45 bis 55 Minuten südlich)

Das ist dein bestes Argument für einen Mietwagen an diesem Hafen. Der Souss-Massa-Nationalpark beginnt etwa 40 Kilometer südlich von Agadir und zieht sich die Küste entlang bis nach Massa. Hier leben Flamingos, Löffler, Waldrappen (eine der seltensten Vogelarten der Welt) und im Küstenabschnitt oft Meeresschildkröten.

Der einfachste Einstieg ist über das Dorf Sidi Rbat an der Mündung des Oued Massa. Parkst du dort, kannst du den Flusslauf entlanglaufen und je nach Saison Hunderte von Flamingos auf einmal sehen. Früh morgens ist es ruhiger und das Licht ist besser.

Zeitplan-Vorschlag für diesen Tag:

Der Park hat keinen festen Ticketschalter am Eingang, du fährst einfach rein. Manche Ranger bieten Führungen an, das ist freiwillig und kostet ein kleines Trinkgeld. Wer mag, nimmt das Angebot an.

Route 2: Tiznit, die Silberstadt (ca. 1 Stunde südöstlich)

Tiznit ist das, was Agadir selbst nicht ist: eine echte marokkanische Stadt, die sich keinen Deut um Touristen schert. Die Medina ist nicht renoviert für Instagram, sie ist einfach da, bewohnt, lebendig, manchmal etwas staubig. Genau das macht sie interessant.

Bekannt ist Tiznit vor allem für seinen Silberschmuck. Im Souq der Schmiede sitzt Handwerker neben Handwerker und hämmert Armreifen, Ohrringe und Fibeln aus Silber. Preise sind verhandelbar, das ist kein Vorwurf, das ist Spielregel. Wer nicht handelt, zahlt zu viel.

Sehenswert außerdem: die alte Stadtmauer, die vollständig erhalten ist, und die "Quelle der Lalla Tiznit" im Herzen der Medina, ein kleines Wasserbecken mit einer Geschichte, die die Einheimischen gern erzählen.

Parkplätze gibt es außerhalb der Stadtmauer, direkt an der Mauer entlang. Lass das Auto dort stehen und geh zu Fuß rein. Die Gassen sind zu eng für Autos und für die Nerven ohnehin besser ohne.

Zeitplan für diesen Tag:

Das ist machbar, ohne zu hetzen. Wenn dein Schiff erst um 18 Uhr ablegt, kannst du noch die Kasbah von Agadir auf dem Hügel mitnehmen, zehn Minuten Fahrt vom Hafen, gute Aussicht über die Bucht.

Route 3: Strände südlich von Agadir

Wenn du keinen Lust auf Sehenswürdigkeiten hast und einfach ans Meer willst, aber nicht in die touristisch überlaufene Agadir-Bucht, dann fahr die Küste südlich runter. Schon nach 20 bis 30 Kilometern werden die Strände weiter, leerer und wilder.

Der Strand bei Aglou Plage, knapp 30 Kilometer südlich von Tiznit, ist bei Surfern bekannt, bei Kreuzfahrttouristen aber so gut wie unbekannt. Kein einziger Liegestuhl-Vermieter in Sicht. Dafür Wellen, Felsen, und manchmal Esel am Strand. Marokko halt.

Noch näher an Agadir: Der Strand nördlich des Hafens rund um Taghazout ist bei Surfern legendär. Das Dorf selbst ist mittlerweile touristisch erschlossen, aber der Küstenabschnitt bleibt schön. Von Agadir aus sind das 20 Minuten, auf der N1 nordwärts Richtung Essaouira.

Was die meisten falsch machen

Zu spät starten. Der häufigste Fehler. Wenn du den Mietwagen um 10 Uhr abholst und um 17 Uhr zurück am Schiff sein musst, ist das kein entspannter Tag, das ist ein Sprint. Hol das Auto direkt nach dem Anlegen ab.

Keine Dirham dabei haben. Manche Parkplätze, Straßenwächter und kleine Cafés nehmen nur Bargeld. Am Hafen gibt es Geldautomaten, aber auch in Tiznit und Agadir-Stadt. Kreditkarten werden in touristischen Restaurants akzeptiert, im echten Souq eher nicht.

Den Rückweg unterschätzen. Für Agadir gilt: Rückfahrt früh genug einplanen. Der Hafen hat manchmal Warteschlangen beim Einchippen, und du willst nicht das Schiff mit deinem Mietwagen nachjagen.

Mit dem Navi blind vertrauen. Das Navi schickt dich manchmal über Schotterstraßen, die mit einem normalen Kleinwagen kein Spaß sind. Bleib auf den ausgeschilderten Hauptstraßen, die Route ist immer gut erkennbar.

Zurück am Hafen: Das solltest du einplanen

Plant mindestens 45 bis 60 Minuten Puffer vor Abfahrt des Schiffes. Mietwagen abgeben, Hafenterminal, Sicherheitskontrolle, zurück an Bord. Das klingt viel, geht aber schnell. Wer seinen Mietwagen direkt am Hafenterminal zurückgibt, spart sich den Transfer von einer stadtnahen Station und hat mehr Zeit für die letzte Kugel Eis auf der Promenade.

Agadir lohnt sich, wenn du weißt wie

Die Stadt selbst ist ehrlich gesagt nicht die spannendste Kreuzfahrt-Destination. Aber als Ausgangspunkt für den Süden Marokkos ist Agadir perfekt. Mit einem Mietwagen von CruiseCars direkt am Hafen bist du flexibel, hast keinen Bustransfer und kommst pünktlich zurück. Was du aus dem Tag machst, liegt ganz bei dir.

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