Die Amalfiküste gehört zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Das weiß leider auch jeder andere Kreuzfahrtgast, der heute im Hafen Neapel liegt. Busse, Touristengruppen, Taxis mit Flatrate-Preisen. Wer die Küste so erlebt, fragt sich hinterher, warum er überhaupt ausgestiegen ist.
Mit einem Mietwagen ist das eine komplett andere Geschichte. Du fährst, wann du willst. Du hältst an, wo du willst. Und du bist pünktlich zurück am Schiff, weil du selbst das Steuer in der Hand hast. Hier ist der Plan.
Was du über die Amalfiküste vorab wissen musst
Die Strada Statale 163, also die Amalfiküstenstraße selbst, ist schön. Und eng. Sehr eng. Zwei Busse, die sich begegnen, sind kein seltener Anblick, und einer von beiden muss immer zurücksetzen. Mit einem Kleinwagen oder Kompakten bist du klar im Vorteil. Bloß kein SUV buchen.
Dazu kommt: Die Straße wird in Stoßzeiten, also grob zwischen 10 und 16 Uhr, zur zähflüssigen Angelegenheit. Wer spät startet, zahlt mit Zeit. Und Zeit ist an einem Landgangstag das Kostbarste überhaupt.
Ein weiterer Punkt: Du fährst die Küste am besten von Neapel kommend in Richtung Osten, also Sorrent, Positano, Amalfi, Ravello. Das ist fahrtechnisch einfacher, weil du so auf der Bergseite fährst und nicht auf der Abgrundseite sitzt. Dein Beifahrer wird es dir danken.
Die Route: Vom Hafen bis Ravello
Hafen Neapel bis Sorrent: ca. 50 bis 60 Minuten
Die Fahrt aus dem Hafen heraus ist unspektakulär. Neapel ist laut, chaotisch, und der Verkehr auf der Tangenziale (die Stadtautobahn) kann nerven. Frühzeitig starten hilft. Gegen 8:00 bis 8:30 Uhr sollte die Mietwagenübergabe erledigt sein, damit du spätestens um 9:00 Uhr rollst.
Die A3 Richtung Sorrent geht flüssig, danach wird die Straße enger und kurviger. Sorrent selbst kannst du auf diesem Trip getrost überspringen. Hübsch, aber touristisch gesättigt und tagsüber mit Tagestouristen verstopft.
Sorrent bis Positano: ca. 30 bis 40 Minuten (ohne Stau)
Hier beginnt die echte Küstenstraße. Der erste Blick auf das türkisblaue Wasser unter dir: definitiv einen Halt wert. Es gibt auf dem Weg ein paar kleine Aussichtsbuchten (Richtung Colli di San Pietro), wo du kurz anhalten und ein Foto machen kannst.
Positano ist das erste große Ziel. Ankunft gegen 10:00 bis 10:30 Uhr anpeilen.
Positano: 1,5 bis 2 Stunden
Das Parkproblem in Positano ist legendär. Lass dich nicht von den Schildern auf der Hauptstraße verwirren. Die beste Option: das Parkhaus an der Via G. Marconi, gleich am oberen Ortseingang. Kostenpunkt liegt zwischen 4 und 5 Euro pro Stunde, je nach Saison. Teuer, aber du sparst dir einen Herzinfarkt beim Suchen.
Von dort läufst du die Stufen und Gassen hinunter bis zum Strand, der Spiaggia Grande. Kaffee, Gasse, Boutique, Blick aufs Meer. Positano ist eines dieser Orte, die wirklich so aussehen wie auf den Fotos. Sommer kostet aber: Ein Cappuccino an der Strandpromenade geht locker für 4 bis 5 Euro weg. Wer Kleingeld sparen will, kauft am Bäcker weiter oben.
Gegen 12:30 Uhr wieder ins Auto.
Positano bis Ravello: ca. 45 bis 60 Minuten
Du fährst durch Amalfi, das auch einen kurzen Halt verdient hätte, wenn du Zeit hast. Die Kathedrale Sant'Andrea mitten im Ort ist beeindruckend. Für einen 15-Minuten-Stopp reicht es gut. Parken ist auch hier begrenzt, am besten im Parkhaus Piazza Flavio Gioia direkt am Eingang des Ortes.
Von Amalfi geht es dann kurz hoch nach Ravello. Die Abzweigung liegt kurz hinter dem Ort, die Straße ist schmal und steil. Oben wartet einer der ruhigeren Orte der ganzen Küste.
Ravello: 1 bis 1,5 Stunden
Ravello liegt auf rund 350 Metern Höhe, und der Blick von der Terrasse der Villa Cimbrone (Eintritt ca. 7 Euro) ist legendär. Der Balkon des Infinito, wie die berühmte Terrasse heißt, schaut direkt aufs Meer hinunter. Das ist das Bild, für das du den ganzen Tag gefahren bist.
Parken in Ravello: Es gibt einen offiziellen Parkplatz kurz vor dem Ortskern, beschildert und gut erreichbar. Circa 2 Euro pro Stunde. Ortseinfahrt für Pkw in den historischen Kern ist begrenzt.
Gegen 14:30 Uhr wieder aufbrechen.
Rückfahrt nach Neapel: Zeitpuffer einplanen
Von Ravello zurück nach Neapel rechnest du realistisch mit 1 Stunde 30 Minuten bis 2 Stunden, je nach Tageszeit. Nachmittags ist die Küstenstraße wieder dichter. Wer um 17:30 Uhr am Schiff sein muss, sollte Ravello spätestens um 15:00 Uhr verlassen.
Die Rückfahrt läuft meist flüssiger als die Hinfahrt, weil der Gegenverkehr jetzt aus Neapel heraus fährt. Trotzdem: Auf der A3 kann es zwischen Sorrent und Neapel zäh werden. Immer 30 Minuten Puffer einplanen. Der Bus-Shuttle nach Positano kostet dich keinen Nerv, aber falls das Schiff ohne dich ablegt, kostet dich das deutlich mehr.
Was du besser weglässt
Amalfi Stadt ausführlich erkunden, Positano und Ravello schaffen, und noch einen Abstecher nach Praiano oder Cetara dranhängen. Das klingt gut, ist an einem Tag aber schlicht zu viel. Lieber zwei Orte richtig als fünf im Durchfahrtsmodus.
Außerdem: Busreisen auf der Amalfiküste im Hochsommer. Die öffentlichen Busse (SITA) sind zuverlässig und günstig, aber in der Hochsaison so voll, dass es keinen Spaß macht. Mit dem eigenen Mietwagen steigst du ein und aus, wie es dir passt.
Praktische Checkliste für den Tag
- Mietwagen möglichst früh (7:30 bis 8:00 Uhr) am Hafen abholen
- Kompaktklasse oder Kleinwagen wählen, kein großes Fahrzeug
- Bargeld dabei haben, viele Parkplätze nehmen nur Cash
- Google Maps oder Waze für die Echtzeit-Verkehrslage nutzen
- Rückgabezeit realistisch mit der Abfahrt des Schiffes abgleichen
- Immer mindestens 30 Minuten Puffer vor Schiffsabfahrt am Hafen sein
Der Abschluss des Tages
Wenn du am frühen Abend wieder an der Reling stehst, Neapel hinter dir lässt und das Mittelmeer vor dir aufgeht, wirst du wissen: Das war kein Tagesausflug von der Stange. Das war ein echter Tag an der Amalfiküste.
Damit das klappt, braucht's einen Mietwagen, der pünktlich bereitsteht und pünktlich zurückgegeben werden kann. CruiseCars macht genau das möglich: Abholung direkt am Kreuzfahrthafen Neapel, jetzt für deinen Landgang verfügbar. Kein Taxi, kein Umweg, kein Stress.

