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Casablanca auf eigene Faust: Die besten Ziele beim Kreuzfahrt-Landgang mit dem Mietwagen

Casablanca · 21.09.2026

Casablanca Landgang: Tagesausflug mit dem Mietwagen

Casablanca? Das unterschätzt fast jeder

Mal ehrlich: Die meisten Kreuzfahrer haben Casablanca nicht ganz oben auf der Wunschliste. Marrakesch, Lissabon, Barcelona, klar. Aber Casa? Da wissen viele nicht so recht, was sie erwartet. Und genau das ist die Chance.

Casablanca ist keine Postkartenstadt. Kein bunter Souk in engen Gassen, keine Schneeberge im Hintergrund. Stattdessen bekommst du eine lebendige Großstadt mit fast fünf Millionen Menschen, eine der schönsten Moscheen der Welt direkt am Atlantik, eine entspannte Strandpromenade und, wenn du früh genug losfährst, sogar die marokkanische Hauptstadt Rabat als Bonus. Mit einem Mietwagen holst du aus diesem Landgang erheblich mehr heraus als mit dem Shuttle-Bus der Reederei, der dich drei Stunden vor einer Moschee parkt und wieder einsammelt.

Also. Hier ist dein Plan.

Hafen, Ankunft, erste Schritte

Das Kreuzfahrtterminal von Casablanca liegt im Port de Casablanca, nördlich des Stadtzentrums. Der Hafen ist groß und wird auch kommerziell stark genutzt, also kein kleines Boutique-Terminal. Von der Pier bis zum Ausgang sind ein paar Minuten Fußweg, am Ausgang oder im Terminalbereich findest du die Mietwagenabholung.

Tipp für die Zeitplanung: Plane mindestens 30 Minuten vom Festmachen des Schiffes bis zu dem Moment, wo du wirklich im Auto sitzt. Einklarierung, Menschentraube am Ausgang, kurze Übergabe des Wagens. Das kennt jeder, der schon mal einen Landgang gemacht hat.

Wichtig für die Rückkehr: Casablanca-Schiffe haben oft eine All-Aboard-Zeit zwischen 17:00 und 19:00 Uhr. Check das vorab in deinen Schiffsunterlagen und trag sie dir direkt ins Handy. Alles andere ist je nach Reederei ein teures Nachreisen per Flug.

Die Hassan-II.-Moschee: Pflicht, kein Pflichtprogramm

Ja, du wirst sie von jedem Guide empfohlen bekommen. Nein, das macht sie nicht schlechter. Die Hassan-II.-Moschee ist schlicht beeindruckend, und zwar auf eine Weise, die einen auch dann trifft, wenn man sonst nicht viel mit Sakralbauten anfängt. Das Minarett ist 210 Meter hoch. Die Moschee fasst 25.000 Menschen in der Halle und nochmal 80.000 auf dem Vorplatz. Und sie steht direkt am Atlantik, was bei rauem Wetter spektakulär und bei ruhiger See fast unwirklich schön aussieht.

Führungen werden auf Englisch, Französisch und Spanisch angeboten, auf Deutsch seltener. Die Kosten liegen bei etwa 130 bis 150 Marokkanischen Dirham pro Person (ca. 12 bis 14 Euro), Stand der gängigen Touristenkasse. Ohne Führung kommst du als Nichtmuslim nicht rein.

Parkplatz: Es gibt Parkflächen auf dem Gelände rund um die Moschee. Tagsüber gut frequentiert, aber in der Regel findest du was. Frühmorgens ist es am entspanntsten.

Plan für die Moschee: 9:00 Uhr losffahren, gegen 9:30 Uhr vor Ort. Führung buchen, rund eine Stunde einplanen, dann Vorplatz und das Meer genießen. Gegen 11:00 Uhr bist du wieder im Auto.

Corniche und Ain Diab: Wo Casablanca durchatmet

Von der Moschee aus fährst du westlich die Küste entlang in Richtung Corniche. Das ist das Strandviertel der Stadt, von den Einheimischen Ain Diab genannt, und hier ist Casa von einer anderen Seite zu erleben. Cafés, Restaurants, Strandclubs. Tagsüber ist die Stimmung entspannt. Wenn du Lust hast, setz dich kurz in ein Café direkt am Meer und trink einen Minztee oder einen café au lait.

Zum Mittagessen gibt es an der Corniche gute Fisch-Restaurants, Preise sind für europäische Verhältnisse moderat. 150 bis 250 Dirham pro Person für ein vollständiges Fischmenü sind realistisch. Kein Schnäppchen, aber auch keine Touristenfalle, wenn du ein paar Meter vom Haupttrubel weggehst.

Zeit hier: 11:00 bis 13:00 Uhr. Essen, Bummeln, Meer angucken.

Altstadt und Place Mohammed V: Kurz rein, Atmosphäre mitnehmen

Casablancas Medina ist kleiner und weniger überwältigend als die in Fès oder Marrakesch. Für manche ist das eine Enttäuschung, für andere eine Erleichterung. Du wirst hier niemanden aggressiv in einen Laden drängen, du kannst halbwegs entspannt schlendern. Handytasche nah am Körper, das reicht als Vorsichtsmaßnahme.

Der Place Mohammed V in der Stadtmitte ist das administrative Herz von Casa, mit der klassischen französischen Kolonialarchitektur, die einem immer wieder klarmacht, wie sehr Frankreich seine Spuren hinterlassen hat. Keine Weltsehenswürdigkeit, aber für 20 Minuten einen Spaziergang wert.

Parken in der Innenstadt: Am besten in einem der bewachten Parkhäuser oder auf bewachten Parkplätzen ("parking gardé"), erkennbar an einem Aufpasser mit gelbem Warnweste. Kosten: ein paar Dirham, du gibst dem Gardien beim Abholen ein kleines Trinkgeld. Das ist so üblich.

Option: Tagesausflug nach Rabat

Wer früh loskommt und wirklich etwas mehr erleben will, für den lohnt sich ein Abstecher nach Rabat, der marokkanischen Hauptstadt. Die Distanz von Casablanca nach Rabat beträgt rund 90 Kilometer auf der Autoroute A3, die Fahrt dauert je nach Verkehr 60 bis 80 Minuten.

In Rabat warten die Kasbah des Oudayas (eine alte Festung direkt am Atlantik, sehr fotogen), der Hassan-Turm mit dem unvollendeten Minarett und dem Mausoleum Mohammed V. daneben sowie die hübsche Medina, die deutlich entspannter ist als in anderen marokkanischen Städten.

Aber: Das ist ein ambitionierter Plan. Wenn du Rabat mitnehmen willst, musst du gegen 8:30 Uhr im Auto sitzen und die Hassan-II.-Moschee auf den Rückweg oder ans Ende setzen. Und du brauchst eine All-Aboard-Zeit von mindestens 18:00 Uhr, besser 19:00 Uhr. Mit 17:00 Uhr Rückkehr und Rabat im Plan wird es eng.

Mautkosten Autoroute: Das Netz in Marokko ist mautpflichtig. Die Strecke Casa nach Rabat kostet je nach Fahrzeugklasse etwa 20 bis 40 Dirham. Kleingeld in Dirham bereithalten.

Praktische Hinweise, die du wirklich brauchst

Führerschein: Ein EU-Führerschein reicht in Marokko. Einen internationalen Führerschein brauchst du offiziell nicht, manche Vermieter bestehen aber darauf. Im Zweifel vorher klären.

Währung: In Marokko wird mit Marokkanischen Dirham (MAD) bezahlt. Kartenzahlung funktioniert in Touristenrestaurants und Parkhäusern oft, aber nicht überall. Ein kleiner Bargeldvorrat ist sinnvoll. Im Hafen gibt es Geldwechsel, am Geldautomaten direkt in der Stadt gibt es bessere Kurse.

Verkehr und Fahrstil: Casablanca hat dichtem Stadtverkehr. Ampeln werden interpretiert, Spurwechsel passieren spontan. Wer in südeuropäischen Städten problemlos fährt, wird sich zurechtfinden. Auf der Autobahn nach Rabat ist es deutlich entspannter.

Navi: Google Maps funktioniert gut in Casablanca und auf der Autoroute. Lade dir die Karten für Marokko offline herunter, Roaming-Kosten können sich sonst summieren.

Benzin: Tankstellen gibt es reichlich. Vor der Rückgabe des Wagens nochmal volltanken, wie bei jedem Mietwagenvertrag.

Dein Zeitplan auf einen Blick

Wer den Rabat-Trip macht, schiebt das Moscheen-Programm auf den Nachmittag und kalkuliert mit einer All-Aboard-Zeit von 18:30 Uhr oder später.

Noch was zum Schluss

Casablanca macht keinen großen ersten Eindruck. Die Stadt braucht ein bisschen, bis sie dich packt. Aber wenn du die Moschee im Morgenlicht gesehen hast, den Minztee an der Corniche getrunken hast und mit dem Auto mal kurz außerhalb der Touristenblasen warst, verstehst du, warum die Marokkaner sagen: Casa ist das echte Marokko.

Für den Landgang flexibel zu sein, heißt in diesem Fall: selbst bestimmen, wann du die Moschee verlässt, wie lange du beim Mittagessen sitzt und ob du den Umweg in die Medina noch einbaust oder lieber entspannt früher zurückfährst. Mit einem Mietwagen direkt am Hafen von CruiseCars bist du genau das: flexibel und garantiert pünktlich zurück am Schiff.

Den Rest planst jetzt du.

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