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Gibraltar per Mietwagen: Was du bei einem Kreuzfahrt-Landgang wirklich sehen kannst

Gibraltar · 04.09.2026

Gibraltar Landgang: Sehenswürdigkeiten per Mietwagen

Gibraltar per Mietwagen: Was du bei einem Kreuzfahrt-Landgang wirklich sehen kannst

Gibraltar ist so ein Ort, den man auf der Karte sieht und denkt: Das schaff ich doch locker in zwei Stunden. Dann steht man am Fuß des Felsens, staut sich durch die Grenzstraße und fragt sich, warum man nicht früher aufgebrochen ist. Kurz gesagt: Gibraltar ist klein und gleichzeitig erstaunlich zeitfressend. Aber wenn du weißt, worauf es ankommt, wird der Landgang richtig gut.

Was du vorab wissen musst

Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet, direkt an der Südspitze Spaniens. Das bedeutet: Währung ist das Pfund Sterling (Gibraltar-Pfund oder britische Pfund, beides geht), Linksverkehr gilt hier aber nicht, man fährt rechts wie in Spanien. Die Einreise aus Spanien verläuft über die Landgrenze, auf der die Hauptstart- und Landebahn des Flughafens liegt. Ja, du fährst buchstäblich über die Runway. Das klingt verrückt und ist es auch.

Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen von Gibraltar an, direkt am Westende der Halbinsel. Von dort aus bist du zu Fuß in wenigen Minuten in der Stadtmitte. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem, wenn du flexibel ans Südende der Halbinsel willst, die oberen Aussichtspunkte kombinieren möchtest oder auf eigene Faust zur Grenze nach Spanien raus- und reinfahren willst.

Wichtig: Im Inneren des Felsens selbst darfst du nicht einfach so mit dem Auto fahren. Die Upper Rock Nature Reserve ist Fußgänger- und Taxi-Gebiet. Dein Mietwagen parkt du unten in der Stadt, und von dort geht es mit dem Seilbahn oder per Taxi weiter nach oben.

Ein realistischer Zeitplan für deinen Landgang

Gehen wir davon aus, dass dein Schiff gegen 8 oder 9 Uhr anlegt und du gegen 17 Uhr zurück an Bord sein musst. Das ist ein typisches Gibraltar-Fenster.

9:00 bis 9:30 Uhr: Ankunft und Orientierung

Vom Kreuzfahrtterminal läufst du in Richtung Stadtmitte. Die Main Street, Gibraltars Einkaufsmeile, liegt fünf bis zehn Minuten zu Fuß entfernt. Hier findest du auch Wechselstuben, falls du Pfund brauchst. Viele Läden und Cafés akzeptieren aber auch Euro, oft mit schlechtem Kurs. Mit Karte zahlst du am schlauesten.

Falls du einen Mietwagen gebucht hast, hole ihn jetzt am Hafen ab. Mietwagen direkt am Kreuzfahrthafen buchen geht mit CruiseCars.

9:30 bis 12:00 Uhr: Der Felsen selbst

Die Seilbahn (Cable Car) fährt vom Südende der Main Street nach oben zum Apes' Den und weiter zum Gipfel. Hin- und Rückfahrt kostet um die 15 bis 20 Pfund pro Person, Stand aktuell. Oben auf dem Felsen, auf etwa 426 Metern, hast du einen Blick auf zwei Kontinente gleichzeitig: Europa auf der einen Seite, Marokko auf der anderen. An klaren Tagen ist der Abstand von nur 14 Kilometern kaum zu glauben.

Die berühmten Berberaffen, offiziell Berbermakaken, leben wild hier oben. Sie sind niedlich und komplett dreist. Handtaschen, Wasserflaschen, Sonnenbrillen: alles ist für sie potenziell interessant. Halte Abstand, füttere sie auf keinen Fall (ist verboten und macht sie aggressiver) und pass auf deine Sachen auf. Ein netter Foto-Moment ist garantiert, solange du die Spielregeln kennst.

Oben gibt es außerdem den Eingang zu den St. Michael's Caves, einem riesigen Höhlensystem mit beeindruckenden Tropfsteinen. Der Besuch kostet extra, dauert etwa 30 bis 45 Minuten und lohnt sich, wenn du sowas magst. Wer lieber schnell weiterziehen will, kann das problemlos überspringen.

12:00 bis 13:30 Uhr: Great Siege Tunnels und Moorish Castle

Wieder unten angekommen, lohnt sich ein kurzer Schwenk zu den Great Siege Tunnels. Diese Tunnelanlage wurde Ende des 18. Jahrhunderts in den Felsen gesprengt, um Kanonen in Stellung zu bringen. Klingt technisch trocken, ist aber wirklich faszinierend. Hier merkst du, warum Gibraltar strategisch so wertvoll war. Der Eintritt ist mit dem Ticket für die Upper Rock Reserve kombiniert, also kein Extra-Aufwand.

Das Moorish Castle, ein maurisches Festungstor aus dem 8. Jahrhundert, liegt auf dem Weg und ist von außen gratis zu sehen. Der Tower of Homage ist das Markante, was du von der Stadt aus schon siehst.

13:30 bis 14:30 Uhr: Mittagspause in der Main Street

Die Main Street ist eine Fußgängerzone und funktioniert ein bisschen wie eine britische High Street mitten in der Sonne. Pubs, Sandwichläden, britische Supermarktketten. Ein Fish and Chips mit Blick auf den Hafen? Geht. Ein Café für Kaffee und Sandwich? Reichlich vorhanden. Sterne-Gastronomie suchst du hier vergeblich, aber für eine schnelle, gute Mittagspause reicht es locker.

14:30 bis 16:00 Uhr: Europa Point

Wenn dein Zeitfenster es hergibt, fahr mit dem Mietwagen (oder nimm ein Taxi) zum Europa Point, dem südlichsten Zipfel Gibraltars. Hier steht der Europa Point Lighthouse, ein roter Leuchtturm mit toller Lage direkt über der Meerenge. Du stehst buchstäblich am Schnittpunkt von Atlantik und Mittelmeer. Das ist einer dieser Momente, wo man einfach kurz stehenbleibt.

Parken ist am Europa Point in der Regel kein Problem, es gibt einen kleinen Parkplatz direkt am Leuchtturm. Von hier aus hat man auch einen guten Blick auf Punta Carnero auf der spanischen Seite und, wenn das Wetter mitspielt, auf die marokkanische Küste.

16:00 bis 17:00 Uhr: Rückkehr ans Schiff

Plane die Rückfahrt entspannt ein. Der Weg vom Europa Point zum Kreuzfahrtterminal dauert mit dem Auto etwa zehn bis fünfzehn Minuten, kann aber durch kleinere Staus in der Stadtmitte länger werden. Gib dir mindestens eine Stunde Puffer vor dem offiziellen All-aboard-Zeitpunkt.

Was du dir sparen kannst

Die Innenstadt von Gibraltar wirkt auf den ersten Blick nach mehr als sie ist. Duty-Free-Shopping ist der große Lockvogel, vor allem für Tabak, Alkohol und Elektronik. Wenn das nicht dein Ding ist, reicht ein Spaziergang durch die Main Street. Für Klamotten und Souvenirs brauchst du keine Zeit einplanen, das Angebot ist überschaubar.

Das Gibraltar Museum in der Stadtmitte ist solide und günstig (um die zwei Pfund Eintritt), aber zeitlich nur empfehlenswert, wenn dein Landgang lang genug ist oder das Wetter nicht mitspielt.

Parken in Gibraltar

Im Stadtbereich gibt es wenige, aber vorhandene Parkmöglichkeiten. Der Casemates Square am nördlichen Ende der Main Street hat eine Tiefgarage. Für den Europa Point gibt es wie erwähnt Freiparken direkt vor Ort. Wichtig: In der oberen Zone des Felsens fährst du nicht selbst hin, dort kommt kein privates Auto durch die Nature Reserve.

Ein ehrlicher Hinweis zur Grenzwartezeit

Falls du aus irgendeinem Grund nach Spanien hinüberfahren und wiederkommen willst: Die Grenze zwischen Gibraltar und La Línea de la Concepción kann zu Stoßzeiten erheblich stocken. Kalkuliere in beide Richtungen zusammen mindestens 30 bis 60 Minuten Wartezeit ein. Für einen kurzen Landgang lohnt das Risiko meistens nicht.

Fazit: Gibraltar lohnt sich, wenn du es richtig angehst

Der Felsen ist kein Halbtagsausflug, auch wenn er auf der Karte so aussieht. Mit einem guten Zeitplan bekommst du Affenfelsen, Höhlen, Festungsgeschichte und Europa Point in einem Tag unter. Der Schlüssel ist, früh loszukommen und nicht zu viel auf einmal zu wollen.

Mit einem Mietwagen von CruiseCars bist du besonders flexibel: Europa Point und zurück zum Schiff in deinem eigenen Tempo, ohne auf Shuttle-Zeiten oder vollbesetzte Taxischlangen zu warten. Und rechtzeitig an Bord kommst du so ganz sicher auch.

Mehr Tipps für deine nächsten Häfen findest du in unserem Reisemagazin.

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