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Lanzarote mit dem Mietwagen: Die beste Tagesroute durch die Vulkanlandschaft

Arrecife · 02.09.2026

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Lanzarote mit dem Mietwagen: Die beste Tagesroute durch die Vulkanlandschaft

Lanzarote ist diese eine Insel, die du auf Fotos siehst und denkst: Da hat jemand Photoshop benutzt. Schwarze Lavafelder, die bis zum Horizont reichen. Weinberge in kleinen Kratergrübchen. Und mittendrin dampft noch der Boden, weil die Vulkane hier vor nicht mal 300 Jahren zuletzt aktiv waren. Die Insel ist klein genug, um sie an einem Tag zu umrunden, und groß genug, um dich zu überraschen. Kurz gesagt: perfekt für einen Kreuzfahrt-Landgang auf eigene Faust.

Das Schiff legt in der Regel im Hafen von Arrecife an. Von dort bis zum ersten Stopp fährst du gut 30 Minuten, und wenn du dich an diese Route hältst, bist du abends entspannt zurück am Schiff. Kein Raten, kein Herumirren. Nur Vulkanlandschaft, ein paar ehrliche Empfehlungen und der ein oder andere Tipp, der dir Zeit (und Geld) spart.

Der grobe Zeitplan

Das ist machbar. Nicht gechillt, aber machbar. Wenn dein Schiff erst gegen 20:00 Uhr ablegt, kannst du an einer Stelle länger bleiben oder noch einen Stopp in Teguise einbauen.

Stopp 1: Salinas de Janubio (ca. 45 Minuten)

Die Salinas liegen an der Südwestküste, kurz vor dem Dorf Yaiza. Der Parkplatz direkt an der Aussichtsplattform ist kostenlos und fasst problemlos viele Autos. Du parkst, läufst 2 Minuten, und dann stehst du vor diesem rosa-weißen Flickenteppich aus Salzbecken direkt neben schwarzen Lavaklippen und türkisem Wasser.

Das ist kein Touristenkitsch, das sind echte, noch aktive Salinen. Beste Fotozeit ist morgens, wenn das Licht schräg auf die Becken fällt. Und weil die meisten Gruppenreisen erst nach 10 Uhr hier ankommen, hast du die Plattform oft noch für dich.

Was du nicht tun musst

Du musst nicht in den kleinen Shop daneben. Das Salz ist gut, aber du kannst es auch in jedem Supermarkt der Insel kaufen, deutlich günstiger.

Stopp 2: Los Hervideros (20 bis 25 Minuten)

Nur ein paar Kilometer weiter nördlich. Hier hat sich die Lava vor Jahrhunderten ins Meer gestürzt, und das Ergebnis sieht aus wie eine surreale Skulpturenausstellung. Tunnels, Bögen, Grotten. Wenn die Wellen reinkommen, gurgelt und spuckt es aus den Lavahöhlen. Kinder lieben das. Erwachsene auch, nur heimlicher.

Parkplatz ist kostenlos, der Weg entlang der Klippen ist unbefestigt aber sicher. Festes Schuhwerk lohnt sich. Flip-Flops weniger.

Stopp 3: Timanfaya-Nationalpark (2 bis 2,5 Stunden)

Das ist das Herzstück des Tages. Timanfaya ist kein normaler Park, den du einfach so durchfährst. Der Zutritt mit dem eigenen Auto ist nicht erlaubt. Du parkst am Besucherzentrum "Islote de Hilario" (Eintritt aktuell um die 12 Euro pro Person, Preise können variieren) und buchst dort eine der Bustouren durch die Caldera.

Wichtiger Tipp: Komm vor 11:00 Uhr an. Danach können die Warteschlangen lang werden, weil dann auch die organisierten Ausflüge aus den Hotels ankommen. Die Bustour selbst dauert etwa 40 Minuten und ist Pflicht, weil sie dich in Bereiche führt, die du zu Fuß nicht betreten darfst.

Am Eingang gibts die berühmte Vulkandemo: Ein Ranger schüttet Wasser in ein Rohr im Boden. Sekunden später schießt eine Fontäne hoch, weil das Gestein in wenigen Metern Tiefe noch über 100 Grad heiß ist. Das klingt nach Touristenzirkus, ist aber tatsächlich ein kleiner Schockmoment.

Essen im Timanfaya

Das Restaurant "El Diablo" direkt am Islote de Hilario brät sein Fleisch buchstäblich über einer Vulkanspalte. Das ist so absurd, dass man es zumindest mal gesehen haben sollte. Teuer, aber das Erlebnis ist echt. Wenn du lieber was Vernünftiges für weniger Geld willst, fahr nach der Tour kurz nach Yaiza oder El Golfo.

Parken

Der Parkplatz am Besucherzentrum ist groß, kostenlos und gut ausgeschildert von der LZ-67. Navis mit Google Maps oder Maps.me finden ihn problemlos.

Stopp 4: Mittagspause in El Golfo (30 bis 40 Minuten)

El Golfo ist ein kleines Fischerdorf mit einer Handvoll Restaurants direkt am Wasser. Einer der Pools hier, der Lago Verde, ist ein smaragdgrüner Kratersee, der direkt ans Meer grenzt. Der Farbkontrast mit dem schwarzen Lava-Strand ist wirklich seltsam schön. Du kannst kurz rübergehen, anschauen und dann in Ruhe Calamares oder gegrillten Fisch essen.

Die Restaurants sind touristisch, aber okay. Erwartungen an Gourmetküche lieber zuhause lassen.

Stopp 5: Jameos del Agua (1 bis 1,5 Stunden)

Der Nordosten der Insel ist eine andere Welt. Hier zieht sich ein riesiges Lavahöhlensystem von der Insel bis unter das Meer. Die Jameos del Agua sind der Teil, der ins Wasser übergeht. Unten im Höhlensee leben blinde Albino-Krebse, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Der Künstler César Manrique hat das Ganze zu einem der eigenwilligsten Kulturorte der Kanaren umgebaut.

Eintritt liegt etwa bei 10 bis 12 Euro. Der Parkplatz direkt am Eingang ist ausreichend groß und in der Regel kostenlos.

Wenn du lieber Natur pur magst statt Kunst und Architektur, ist die Cueva de los Verdes direkt nebenan eine Alternative. Dort gibt es geführte Touren durch den Lavatunnel, ohne den kulturellen Überbau. Beides an einem Tag schaffst du nur, wenn du zügig bist.

Rückfahrt nach Arrecife

Von den Jameos del Agua bis zum Hafen in Arrecife sind es etwa 30 bis 40 Minuten auf der LZ-1. Plane mindestens 45 Minuten Puffer vor der Einschiffungszeit ein. Tanken nicht vergessen: Direkt in Arrecife gibt es mehrere Stationen, der Sprit auf Lanzarote ist durch die Steuerbefreiung günstiger als in Deutschland.

Woran du wirklich denken solltest

Tinte del Volcán oder Bodega La Geria. Falls du einen Umweg über die Weinregion La Geria machst (liegt zwischen Timanfaya und Arrecife), siehst du diese ikonischen schwarzen Lavatrichter mit je einem Weinstock in der Mitte. Das Foto geht immer. Die Bodega La Geria bietet Verkostungen an. Aber Achtung: Wein kaufen, ins Handgepäck packen, ans Schiff bringen. Das funktioniert, wenn du es mit dem Zoll und den Schiffsregeln abgeklärt hast.

Hitze. Im Sommer wird es im Timanfaya-Nationalpark sehr heiß. Wasser mitnehmen, Sonnenschutz nicht vergessen.

Windige Küstenabschnitte. Besonders bei Los Hervideros und am Mirador del Río im Norden kann es ordentlich blasen. Kein Drama, aber Mützen und leichte Jacken sind keine schlechte Idee.

Wer den Landgang auf eigene Faust plant, ist mit einem Mietwagen direkt am Hafen am flexibelsten. Kein Warten auf Transferbusse, kein Stress, wenn ein Stopp länger dauert als gedacht. Mit CruiseCars buchst du den Wagen schon vor der Reise und holst ihn direkt am Hafen in Arrecife ab. So startest du los, sobald die Gangway frei ist, und bist pünktlich zurück, wenn es drauf ankommt.

Lanzarote lohnt sich. Wirklich. Diese Insel hat nichts von dem, was du von anderen Ferienzielen kennst, und genau das ist der Grund, warum du sie nicht mit einer Busgruppe abklappern solltest.

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