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Marseille per Mietwagen: Die Calanques und die schönsten Küstenstraßen auf eigene Faust

Marseille · 09.09.2026

Marseille Landgang: Calanques per Mietwagen entdecken

Marseille per Mietwagen: Die Calanques und die schönsten Küstenstraßen auf eigene Faust

Marseille hat einen Ruf. Die einen lieben die Stadt, die anderen schauen vom Schiff aus ein bisschen skeptisch. Aber mal ehrlich: Wer in Marseille anlegt und den ganzen Tag in der Stadt bleibt, verpasst das Beste. Die Calanques direkt vor der Tür, die Küste Richtung Cassis, die Luberon-Dörfer im Hinterland. Das kriegst du mit dem Ausflugbus nicht richtig hin. Mit einem Mietwagen schon.

Dieser Guide ist für alle, die ihren Landgang selbst in die Hand nehmen wollen. Konkret, ehrlich, ohne Blabla.

Hafen und Abholung: So fängst du entspannt an

Das Kreuzfahrtschiff legt meist am Port de la Joliette an, dem großen Kreuzfahrtterminal im Norden der Stadt. Von dort aus bist du mit dem Taxi oder dem kostenlosen Shuttle-Bus (je nach Terminal) in etwa 10 bis 15 Minuten im Stadtzentrum. Mietwagenstationen der großen Anbieter findest du am Bahnhof Marseille Saint-Charles sowie direkt in der Innenstadt, ein paar sind auch am Flughafen Marseille-Provence ansässig, aber der liegt 25 Kilometer nördlich und kostet Anfahrtszeit, die du besser sparst.

Tipp: Buche die Station Saint-Charles oder eine der City-Stationen. Manche bieten auch Abgabe an einer anderen Station an, falls du die Runde nicht schließen willst, aber das kostet oft extra.

Plant ihr früh los? Gut. Parkst du das Auto lieber im Schiff-Radius ab? Gar keine schlechte Idee: Es gibt kostenpflichtige Parkhäuser nahe der Joliette (zum Beispiel das Parking Les Voûtes du Port), von dort läufst du in wenigen Minuten an Bord. Dann brauchst du dir um Staus zurück auf den letzten Metern keine Gedanken zu machen.

Die Route: Calanques, Cassis und zurück

Hier ist ein realistischer Vorschlag für einen 8 bis 9-stündigen Landgang. Keine Hektik, aber auch kein Schlendern ohne Plan.

9:00 Uhr: Start am Hafen, Mietwagen abholen

Rechne mit 20 bis 30 Minuten für die Formalitäten an der Station. Morgens ist es ruhiger, mittags billiger in Warteschlangen. Früh losfahren lohnt sich.

9:45 Uhr: Marseille kurz streifen

Du musst Marseille nicht links liegen lassen. Die Vieille Major (die alte Kathedrale direkt am Hafen) und der Blick auf den Vieux-Port vom Hügel aus lohnen sich für 20 Minuten. Wer will, fährt kurz rauf zur Notre-Dame de la Garde. Von da oben siehst du das ganze Panorama, Stadt, Meer, Inseln. Parken auf dem Hügel ist möglich, aber manchmal eng.

10:30 Uhr: Richtung Calanques

Jetzt geht's raus aus der Stadt. Nimm die Küstenroute über die Corniche Président John F. Kennedy statt der Autobahn. Die Strecke dauert zwar etwas länger, aber du fährst direkt am Meer entlang und bekommst schon mal ein Gefühl dafür, warum Marseille seine Fans hat. Danach weiter Richtung Callelongue, dem südlichen Stadtrand von Marseille, wo der Nationalpark Calanques offiziell beginnt.

11:00 bis 13:00 Uhr: Calanques zu Fuß erkunden

Hier ein wichtiger Hinweis, den viele unterschätzen: Mit dem Auto in den Nationalpark hineinfahren ist stark eingeschränkt. Die Straßen zu den bekanntesten Calanques wie Sormiou oder Morgiou sind von April bis Oktober gesperrt, entweder komplett oder nur für Anwohner. Das ist kein Bug, das ist Absicht. Der Park schützt sich selbst.

Was du tust: Du parkst am Rand und gehst zu Fuß rein. Zur Calanque de Sormiou sind es vom letzten Parkplatz (Chemin de Sormiou, erreichbar von der Route des Goudes) etwa 2,5 Kilometer zu Fuß, rund 45 Minuten bergauf und bergab. Das türkisfarbene Wasser unten ist der Lohn.

Alternativ, und das ist die entspanntere Option für Landgänger mit Zeitdruck: Fahr direkt nach Cassis weiter und mache von dort eine kurze Bootstour zu den Calanques. Dauert 45 Minuten bis eine Stunde, kostet etwa 18 bis 25 Euro pro Person, und du siehst Calanque de Port-Miou, En-Vau und Port-Pin vom Wasser aus. Überwältigend.

13:30 Uhr: Mittagspause in Cassis

Cassis ist ein kleines Hafenstädtchen, 30 Kilometer östlich von Marseille. Hübsch, ein bisschen touristisch, aber nicht unerträglich. Die Hafenrestaurants sind teuer und mittelmäßig. Geh lieber eine Gasse rein, dann wird's authentischer und günstiger. Bouillabaisse hier zu bestellen ist Ehrensache, aber für eine schnelle Version reicht auch ein Fischsandwich am Hafen. Ein Glas lokalen Weißwein dazu. Die Cassis AOC ist bekannt und zu Recht beliebt.

15:00 Uhr: Rückfahrt oder Abstecher Route des Crêtes

Wer noch Puste hat: Die Route des Crêtes zwischen Cassis und La Ciotat ist eine Hochstraße mit Aussichtspunkten hoch über dem Meer. Spektakulär, schwindelerregend, und auf Kreuzfahrtbus-Routen praktisch nie drin. Rund 15 Kilometer, plane 45 Minuten ein.

16:30 bis 17:00 Uhr: Zurück nach Marseille

Von Cassis brauchst du auf der Autobahn A50 etwa 30 bis 40 Minuten zurück. Zur Rushhour kann das auf 50 bis 60 Minuten steigen, besonders am Stadteingang. Kalkuliere immer Puffer ein. Das Schiff wartet nicht.

Parken an den Calanques: Die echten Regeln

Kurze Aufklärung, weil das immer wieder für Verwirrung sorgt:

Was lohnt sich, was nicht?

Lohnt sich: - Route des Crêtes. Unbedingt, wenn die Zeit reicht. - Bootsfahrt ab Cassis zu den Calanques. Beste Art, sie zu sehen, wenn du nicht wandern willst. - Frühes Losfahren. Wer um 9:00 Uhr die Calanques ansteuert, hat oft eine Stunde allein dort.

Eher nicht: - Die offizielle Touristenfahrt "Petit Train" durch Marseille. Zeitverschwendung, wenn du einen Mietwagen hast. - Mittagessen direkt am Vieux-Port in Marseille. Überteuerter Tourismus-Betrieb. Schau eine Straße weiter. - Im Hochsommer mittags wandern. Es ist Provence. Es ist heiß. Wirklich heiß.

Wichtige Infos auf einen Blick

Pünktlich zurück an Bord

Der Hafen Marseille ist groß und übersichtlich, aber der Weg vom Auto zur Gangway kann je nach Terminal 15 bis 20 Minuten dauern. Sei spätestens 60 Minuten vor Abfahrt im Hafengelände. Mit einem Mietwagen von CruiseCars buchst du direkt am Abfahrtshafen, gibst das Auto dort zurück und hast keinen Stress mit langen Transferwegen. So bleibt der Tag lang und das Ende entspannt.

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