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Porto in einem Tag: Der ehrliche Tagesplan für Kreuzfahrer mit Mietwagen

17.07.2026

Porto Landgang: Tagesplan für Kreuzfahrer

Porto in einem Tag: Der ehrliche Tagesplan für Kreuzfahrer mit Mietwagen

Porto ist eine dieser Städte, die dich sofort packen. Enge Gassen, azulejos-bedeckte Fassaden, der Duft von frisch gebackenen Pastéis. Und dann dieser Blick auf den Douro. Gleichzeitig ist Porto auch eine Stadt, in der man sich ohne Plan in einer Einbahnstraße verfahren, keinen Parkplatz finden und am Ende hektisch zurück ans Schiff hetzen kann. Damit dir das nicht passiert, gibt es diesen Artikel.

> Hafen-Info: Kreuzfahrtschiffe legen am Terminal de Cruzeiros de Leixões in Matosinhos an, nicht direkt in Porto. Von dort bis ins Stadtzentrum (Ribeira) sind es rund 12 bis 15 Kilometer. Mit dem Mietwagen dauert das je nach Verkehr 20 bis 30 Minuten.

Der Plan auf einen Blick

Bevor wir in die Details gehen: Hier ist das Gerüst für deinen Tag.

Das klingt eng? Ist es auch ein bisschen. Aber Porto ist kompakt genug, dass du die Highlights wirklich in einem Tag schaffst, wenn du nicht in jedem Souvenirladen hängen bleibst.

Ribeira: Hier fängst du an

Die Ribeira ist Portos Altstadt direkt am Flussufer. UNESCO-Weltkulturerbe, bunt gestapelte Häuser, Fischerboote. Morgens gegen 9 Uhr ist es noch angenehm ruhig. Nutz das. Später füllen sich die Gassen mit Tagestouristen und Kreuzfahrergruppen, die mit dem Shuttle herkommen.

Parken in Ribeira: Das ist der nervigste Teil. Auf der Straße kaum möglich. Nutz das Parkhaus Ribeira (Rua da Alfândega) oder das Parque de Estacionamento da Alfândega weiter östlich. Rechne mit 1,50 bis 2,50 Euro pro Stunde. Oder: Parke direkt in Vila Nova de Gaia auf der anderen Flussseite, das ist oft einfacher, und lauf zu Fuß über die Brücke.

Schau dir die Igreja de São Francisco an, wenn du Kirchen magst. Die ist innen tatsächlich bemerkenswert, vergoldet bis in die letzte Ecke. Eintritt kostet rund 4 Euro. Pflicht ist sie nicht, aber wer rein will: früh kommen, die Schlange wächst schnell.

Die Praça da Ribeira, der kleine Platz direkt am Wasser, ist für ein Foto schön. Die Cafés drumherum sind touristisch und entsprechend überteuert. Ein kurzer Espresso: okay. Frühstück für 18 Euro: lieber nicht.

Livraria Lello: Reinkommen oder Weitergehen?

Die berühmte Buchhandlung in der Rua das Carmelitas ist wirklich schön. Jugendstil-Treppe, rotes Licht, die Harry-Potter-Atmosphäre. Aber: Du brauchst ein Ticket (rund 5 Euro, wird beim Kauf eines Buches verrechnet), und die Schlange ist selbst morgens schon lang.

Ehrliche Empfehlung: Wenn du Bücher liebst oder einfach den Raum sehen willst, geh rein. Wenn du eher pragmatisch bist, fotografiere die Fassade und geh weiter. Du verpasst nichts Lebensveränderndes.

Die Weinkeller von Vila Nova de Gaia

Auf die andere Seite des Douro kommst du über die Ponte Dom Luís I, entweder auf der oberen oder der unteren Ebene zu Fuß. Mit dem Auto geht es über die Ponte da Arrábida weiter westlich.

In Vila Nova de Gaia sitzen die großen Portweinhauser: Sandeman, Graham's, Taylor's, Ramos Pinto. Fast alle bieten Führungen an, 15 bis 20 Euro pro Person, mit Degustation. Die Führungen dauern meist 45 bis 60 Minuten. Wenn du eine willst, buch sie am besten vorab online, sonst stehst du an.

Wenn du keine Zeit für eine Führung hast, kein Drama. Setz dich einfach auf eine der Terrassen direkt am Flussufer, bestell ein Glas Porto Tónico (weißer Portwein mit Tonic Water und einer Scheibe Orange, sehr erfrischend) und schau auf den Douro. Das reicht, ehrlich gesagt, für ein gutes Gefühl.

Tipp: Die Terrassen direkt am Wasser (Cais de Gaia) sind touristisch, aber der Blick auf Ribeira von dieser Seite ist tatsächlich der beste in der Stadt. Nutz ihn für Fotos und Mittagspause.

Douro-Ausblick: Das Beste kommt zum Schluss

Der Aussichtspunkt Serra do Pilar auf dem Hügel über Vila Nova de Gaia ist der beste Panoramablick über Porto und den Douro. Du siehst die Brücken, die Altstadt, den Fluss, bei klarem Wetter bis zur Küste. Hierher kommt man mit dem Auto problemlos, es gibt einen kleinen Parkplatz. Zu Fuß von der Brücke hoch sind es rund 10 Minuten bergauf.

Alternativ (und etwas weniger überlaufen): Jardim do Morro, direkt neben der Seilbahnstation. Auch ohne die Seilbahn zu nehmen (rund 6 Euro, lohnt nur wenn du Zeit hast) ist die Aussicht von dort prima.

Pastéis de nata: Wo, wie, wie viele?

Kurze Antwort: Nimm dir zwei.

In Porto heißen sie eigentlich Pastéis de Belém oder schlicht Pastéis de nata, und du kriegst sie überall. Aber nicht überall gleich gut. Für ehrlich gute Exemplare:

Preis: 1,20 bis 1,80 Euro pro Stück. Mit einem Bica (der kleine starke Espresso) dazu bist du für einen Euro extra glücklich.

Rückfahrt: Bloß kein Stress

Das wird gerne unterschätzt. Der Hafen Leixões liegt nördlich von Porto, die Fahrt führt durch Matosinhos. Zur Rushhour (15 bis 17 Uhr) kann der Verkehr auf der IC1 / A28 zäh werden. Plane mindestens 45 Minuten für die Rückfahrt ein, lieber eine Stunde.

Faustregel: Wenn dein Schiff um 17 Uhr ablegt, solltest du spätestens um 16 Uhr am Terminal sein. Also: Keine Spontantouren nach 15:00 Uhr mehr.

Das Kreuzfahrtterminal Leixões hat eine eigene Abgabestation für Mietwagen direkt am Gelände, du musst also nicht erst irgendwo in der Stadt abgeben und dann zurückpendeln. Das spart wertvolle Zeit.

Was du dir sparen kannst

Mit Mietwagen einfach flexibler

Shuttle und Taxi bringen dich nach Porto. Aber wenn du mal eben spontan einen ruhigeren Parkplatz in Gaia ansteuern willst, bei einem Aussichtspunkt abzweigest oder früher zurück ans Schiff musst, weil das Wetter dreht: Mit dem eigenen Mietwagen bist du einfach unabhängig. CruiseCars bringt dir den Wagen direkt ans Terminal in Leixões, und du gibst ihn dort auch wieder ab. Kein Umweg, kein Stress, pünktlich zurück an Bord.

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