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Valencia auf eigene Faust: Die besten Highlights beim Kreuzfahrt-Landgang mit dem Mietwagen

Valencia Cruise Port · 16.09.2026

Valencia ist eine dieser Städte, die man gerne unterschätzt. Kommt zwischen Barcelona und Mallorca oft ein bisschen zu kurz. Dabei hat die drittgrößte Stadt Spaniens ein richtig gutes Angebot: eine kompakte Altstadt, ein futuristisches Architekturdenkmal, guten Strand und Tapas-Bars, bei denen du nicht das Gefühl hast, dass dir gerade 18 Euro für ein Gläschen Sangria aus der Tasche gezogen werden.

Wenn dein Kreuzfahrtschiff in Valencia anlegt, hast du je nach Reederei und Route irgendwo zwischen sechs und zehn Stunden an Land. Klingt nach viel. Ist es auch, wenn du weißt, wo du anfängst und wann du wieder los musst. Mit einem Mietwagen vom Hafen aus bist du dabei deutlich entspannter als mit dem Ausflugsprogramm des Schiffes oder im Kampf mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Hafen Valencia: So startest du gut

Der Hafen von Valencia (LOCODE: ESVLC) liegt im Süden der Stadt, direkt an der Marina. Vom Hafengelände bis zur Altstadt sind es etwa drei bis vier Kilometer. Mit dem Auto also keine zehn Minuten. Das ist tatsächlich ein Vorteil gegenüber manchen anderen Mittelmeerhäfen, wo du erst mal eine halbe Ewigkeit aus dem Industriegebiet herausfindest.

Wer seinen Mietwagen direkt am Hafen gebucht hat, kann sofort losfahren. Kein Shuttle, kein Warten auf den nächsten Bus. Du holst den Schlüssel, tippst die erste Adresse ins Navi und bist weg.

Einen Tipp vorab: Parkplätze in der Innenstadt von Valencia sind nicht besonders schwer zu finden, aber in der Altstadt selbst gibt es viele Einbahnstraßen und Zufahrtsbeschränkungen (sogenannte Zonen mit Anwohnerparkrechten). Plane von Anfang an ein, dass du das Auto immer wieder abstellen und zu Fuß weitergehen wirst. Das ist bei Valencia eigentlich die beste Strategie.

Der Zeitplan für deinen Tag

9:00 Uhr: Altstadt und Kathedrale

Fahr als erstes in die Altstadt. Parke am besten am Rand, zum Beispiel in der Nähe der Plaza de la Reina, dort gibt es Parkhäuser (Richtwert: 2 bis 3 Euro pro Stunde). Dann gehst du zu Fuß.

Die Kathedrale von Valencia ist einen Blick wert, auch wenn du kein Kirchenfan bist. Innen soll sich der heilige Gral befinden, zumindest behaupten das die Valencianer. Ob stimmt oder nicht, der Kelch ist alt und der Streit darüber unterhaltsam. Eintritt ca. 8 Euro. Wenn du raufwillst auf den Miguelete-Turm: Lohnt sich für den Blick über die Dächer, sind 207 Stufen und du kriegst oben kaum Platz, wenn Reisegruppen kommen. Also früh hin.

Direkt daneben: die Llotja de la Seda, das gotische Seidenhaus, UNESCO-Welterbe. Von außen schon beeindruckend, innen noch mehr. Kostet wenig Eintritt (ca. 2 Euro), ist aber häufig überraschend leer. Nimm dir 20 Minuten dafür.

11:00 Uhr: Mercado Central

Keine zehn Minuten Fußweg von der Kathedrale liegt der Mercado Central. Das ist einer der größten Markthallen Europas und ja, das wird oft behauptet, aber in diesem Fall stimmt der Eindruck. Die Jugendstilkuppel allein macht das Reinfotografieren schon zur Freude.

Hier frühstückst du: Ein Bocadillo mit Jamón, frischer Orangensaft (Valencia und Orangen, das ist kein Klischee, das ist einfach wahr) und ein Café con leche. Zusammen um die 5 bis 7 Euro, wenn du nicht an den Touristischen Ständen kaufst, sondern einfach bei einem der Bars im hinteren Teil der Halle.

12:30 Uhr: Ciudad de las Artes y las Ciencias

Jetzt fährst du raus aus der Altstadt, Richtung Süden, zum absoluten Pflichtprogramm. Die Ciudad de las Artes y las Ciencias ist ein Architekturchef-d'oeuvre von Santiago Calatrava und wirkt im echten Leben noch unwirklicher als auf Fotos. Weiße Skelettstrukturen, die sich über einen langen Kanal erstrecken. Sieht aus wie eine Raumstation, die jemand in einen Stadtpark gesetzt hat.

Das Komplex hat mehrere Teile: das Ozeanografische (Aquarium), das Kunstmuseum, das Wissenschaftsmuseum, das Planetarium. Du wirst nicht alles sehen können, und das musst du auch nicht. Was du definitiv machen solltest: Das Gelände zu Fuß abgehen, die Außenarchitektur auf dich wirken lassen. Das kostet nichts und dauert 30 bis 45 Minuten.

Willst du rein ins L'Oceanogràfic, das größte Aquarium Europas? Dann plane zwei Stunden ein und kaufe Tickets vorher online (ca. 32 Euro Erwachsene). Für Kinder an Bord eine gute Option. Für Erwachsene ohne besonderes Aquarium-Faible reicht auch der Spaziergang draußen.

Parken direkt am Komplex ist möglich, gibt Parkplätze an der Av. del Professor López Piñero.

14:30 Uhr: Paella am Strand

Valencia hat die Paella erfunden. Das ist Fakt, und das nimmt Valencia sehr ernst. Wenn du also in Valencia bist und keine Paella isst, machst du irgendetwas falsch.

Fahr zum Strand La Malvarrosa. Etwa fünf Minuten mit dem Auto von der Ciudad de las Artes. Der Strand selbst ist ordentlich, stadtnah, nicht der wildeste Sandstrand deines Lebens. Aber entlang der Promenade gibt es eine Reihe von Restaurants, die für ihre Paella bekannt sind. La Pepica ist das bekannteste (Hemingway hat da gesessen, steht überall), aber entsprechend auch touristischer und teurer.

Wer lieber unter Einheimischen isst: ein paar Restaurants weiter in Richtung Norden, weg von der Hauptpromenade, wird es ruhiger und die Preise normaler. Paella für zwei Personen kostet zwischen 25 und 45 Euro, je nach Lokal und Qualität. Bitte kein Einzelportions-Touristenpaella aus der Pfanne, die seit dem Mittag steht. Echte Paella wird für mindestens zwei Personen frisch zubereitet und dauert ca. 20 Minuten.

16:30 Uhr: El Carmen und Tapas

Wer noch Zeit hat und Energie übrig, fährt zurück ins Barrio El Carmen, das Viertel mit den Straßenkunstmauern, kleinen Galerien und Bars, die noch nicht auf TripAdvisor entdeckt wurden. Oder zumindest so aussehen. Hier kriegst du Tapas für normale Preise und einen Vermouth, der tatsächlich nach Vermouth schmeckt.

Die Straßen sind eng, manche für Autos gesperrt. Auto stehen lassen, zu Fuß rein.

18:00 Uhr: Rückfahrt zum Hafen

Vom Barrio El Carmen bis zum Hafen sind es ungefähr 15 Minuten, wenn kein besonderer Stau ist. In Valencia gibt es nachmittags gelegentlich Verkehr auf der Küstenstraße, also plane 30 Minuten ein, damit du entspannt zurückkommst. Nichts ist ärgerlicher als in den letzten zwanzig Minuten schweißgebadet durch den Hafen zu joggen.

Was du weglassen kannst

Das Bioparc ist schön, aber für einen Kreuzfahrt-Landgang zu zeitintensiv. Die Jardines del Turia (der umgewandelte Flusslauf) sehen toll aus auf Fotos, sind aber bei einem Tagesbesuch eher ein netter Spazierweg als ein Highlight. Das Torres de Serranos, die gotischen Stadttore, kannst du im Vorbeigehen mitnehmen, aber extra hinfahren muss nicht sein.

Kurzes Fazit

Valencia ist ein sehr gutes Ziel für einen Kreuzfahrt-Landgang. Die Wege sind kurz, die Stadt ist überschaubar, das Essen ist gut und der Touristenrummel hält sich im Vergleich zu Barcelona in Grenzen. Mit einem Mietwagen hast du die Flexibilität, deinen Tag selbst zu takten, auch wenn du kurz länger beim Markt bleibst oder spontan noch eine Runde am Strand drehst.

Wenn du deinen Mietwagen direkt am Hafen Valencia mit CruiseCars buchst, startest du entspannt in den Tag und bist garantiert pünktlich zurück, bevor das Schiff ablegt. Den Rest entscheidest du selbst.

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